14. November 2011
2 Kommentare
Eindeutiger hätte der scheidende Kreisvorsitzende Dieter Steinecke sich seine Nachfolge nicht wünschen können: Einstimmig hat der Kreisparteitag der Grafschafter Sozialdemokraten am Sonnabend die 49-jährige Dr. Daniela De Ridder zur neuen SPD- Kreisvorsitzenden gewählt. Die vor zwei Monaten als Landratskandidatin ganz knapp gescheiterte SPD-Politikerin will nun die Partei für neue Wählerschichten öffnen und verjüngen.
rm Nordhorn. Knapp 20 Jahre hatte Dieter Steinecke die Grafschafter SPD als Parteivorsitzender geführt. Bei der turnusmäßigen Neuwahl am Sonnabend trat er nicht wieder an. Das sei „nicht unanständig und hat nichts mit Faulheit oder Frust zu tun“, so Steinecke, und das sei auch nicht das Ende seiner politischen Arbeit. Aber nach so langer Zeit sei es „Zeit für eine personelle Veränderung an der Spitze unserer Grafschafter SPD“.
Für diese Veränderung hatte der Kreisvorstand eine echte Überraschungskandidatin „aus dem Hut gezaubert“: die bisherige Wahl-Osnabrückerin Dr. Daniela De Ridder, mit der die Kreis-SPD vor wenigen Wochen in den Landratswahlkampf gezogen war. Sie habe „bewiesen, dass sie kämpfen kann und bei den Menschen gut ankommt“, lobte Steinecke. Sie werde „frischen Wind in unsere Partei bringen“.
Darauf setzten offenbar auch die Parteitagsdelegierten. Ohne eine einzige Gegenstimme oder Enthaltung wählten sie die 49-Jährige zur neuen Kreisvorsitzenden. Gegenkandidaten gab es nicht.
„Ich habe mich verliebt in diese Grafschaft“, bekannte die sichtlich gerührte neue Kreisvorsitzende nach ihrem Traumergebnis. De Ridder will sich beruflich verändern und ihren Wohnsitz nach Schüttorf verlegen. „Euer großes Vertrauen ehrt mich“, rief sie den Delegierten zu. Die Grafschafter SPD sei „es wert, dass ich weiter mit Euch kämpfe“.
Daniela De Ridder versprach, für eine Erneuerung der Grafschafter SPD zu kämpfen. „Wir müssen uns öffnen, müssen bunter werden und unsere Visionen in die Fläche tragen“. Dafür suche sie den engen Schulterschluss mit allen SPD-Ortsvereinen. Nur gemeinsam könne es gelingen, mehr junge Menschen an die „besseren politischen Angebote der SPD für mehr soziale Gerechtigkeit und Zukunftsorientierung“ heranzuführen.
Zu stellvertretenden Kreisvorsitzenden wählte der Parteitag Dr. Wiebke Buchholz-Will (Nordhorn) und Mirko Schulz (Bad Bentheim).
Kommunalpolitik Niedersachsen Parteileben
2 Kommentare zu Klares Votum für De Ridder
Sebastian Reichel
1
am 10. Januar 2012 um 05:18 Uhr
Auch von mir schwer verspätet einen herzlichen Glückwunsch an den Kreisvorstand! Respekt für Dieters Verzicht. Ich wünsche viel Erfolg bei der Arbeit. Beim ganzen Inhalt aber nicht die Kommunikation vergessen: Mehr Schlagzeilen, mehr Veranstaltungen, mehr Leserbriefe!
Mit roten Grüßen,
Sebastian Reichel
(ehemals Ortsverein Emlichheim;
heute Abteilung 1 Steglitz-Zentrum, Berlin)
Inge Gysbers
2
am 14. November 2011 um 17:13 Uhr
Eine super Nachricht. Herzlichen Glückwunsch an Daniela de Ridder. Sie wird ihre Sache bestimmt gut machen und die SPD im Landkreis voranbringen. Mit freudigen Grüßen Inge Gysbers
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